Willkommen

Nach langen Jahren des Schweigens ist es uns als Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt gelungen, mit der Verlegung der STOLPERSTEINE ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen gegen das Vergessen, gegen Antisemitismus und Ausgrenzung. Ein Zeichen für Toleranz, für Offenheit und Mitmenschlichkeit.

Die Opfer waren unter uns, sie waren unsere Mitmenschen, sie haben ein Recht darauf, niemals vergessen zu werden.

Mit dem Verlegen der Gedenksteine am 6. Februar 2022 ist in Germersheim wahr geworden, woran schon einige Initiativen zuvor gescheitert waren. Germersheim ist damit Teil des globalen Kunstwerks STOLPERSTEINE – Wider das Vergessen – ein Gedenkstein für jedes Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns. Ein STOLPERSTEIN vor dem ehemaligen Wohnhaus des Opfers, dort, wo die Menschen vorher friedlich miteinander gelebt haben, erinnert uns an die damaligen Mitbürger und ermahnt uns, den Holocaust nicht zu vergessen und Position zu beziehen gegen Unmenschlichkeit.

Nicht nur Jüdinnen und Juden wurden gedemütigt, verschleppt, interniert und ermordet. Auch Sinti und Roma sowie psychisch kranke und anders auffällige Menschen, „unwertes Leben“ wie die Nazis es nannten, wurden brutal ausgelöscht. Ihre Geschichte ebenfalls zu dokumentieren, bleibt als wichtige Aufgabe weiterhin offen.

Alle Kurzbiografien (bearbeitet von Univ. Prof. Dr. Renata Makarska und
Prof. Dr. Sabina Matter-Seibel) beruhen auf der Recherche und den Texten
von Hans-Jürgen Kremer, Exodus, Vertreibung, Shoah:
Vom Leben und Sterben der Juden aus Germersheim 1933/1945.
Hrsg: Stadt Germersheim, Schriftenreihe zur Geschichte der Stadt Germersheim Band 4 (2021)

ISSN-1618-9663